Der Traum vom eigenen Buch - für viele ein Traum, der häufig lange Zeit in Anspruch nimmt. In Deutschland werden jährlich rund 80.000 Werke im Selbstverlag veröffentlicht, weil große Verlage meist Absagen schicken. Meist fängt es mit einer Veröffentlichung mittels einem Ebook an, das geht schnell und ist kostengünstig, das Buch ist sofort auf dem Markt.
Wenn es jedoch in Druck gehen soll, sind einige Dinge zu beachten, die Bindung beispielsweise. Doch in Zeiten der Digitalisierung geht dies heutzutage, wie vieles andere, meist im Selbstverlag schneller und unkomplizierter, als man denkt.
Ob Biographie, Chronik, Thriller, Liebesroman, Krimi, Ratgeber oder Kinderbuch, das eigene Buch braucht eine würdige Bindung. Diese sollte dem Inhalt, der jahrelang nur im Kopf war und nun endlich den Weg aufs Papier gefunden hat, in jeder Hinsicht gerecht werden.
Bindungsmöglichkeiten für das eigene Buch
Abhängig von der Art des Buches, gibt es unzählige Möglichkeiten das eigene Buch mittels des Einbandes zu gestalten. Die Bindung ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zur ersten eigenen Publikation. Denn diese sollte nicht nur die gedruckten Seiten zusammenhalten, sondern soll das Buch in einer Form vollenden, welche das Erlebnis des Lesers hervorhebt und für die Langlebigkeit des Buches sorgt.
Die verschiedene Bindungsarten wirken sich daher unterschiedlich auf das Leseerlebnis und die Langlebigkeit aus. Bindungen wie das Hardcover und die Fadenheftung sprechen für eine besondere Langlebigkeit, während andere Bindungsmöglichkeiten andere Faktoren betonen. Darüber hinaus gibt es geeignete Alternativen für spezielle Druckanforderungen wie zum Beispiel für Wand- oder Taschenkalender.
Klebebindung und Softcover respektive Magazinbindung
Diese Bindungsart kennt jeder von Taschenbüchern. Der Vorteil hier ist, dass diese Bindungsart auch für sehr umfangreiche Publikationen geeignet ist. Mit Abstand wird diese Technik der Bindung am meisten verwendet wird, sie ist relativ langlebig, preiswert und schnell.
Mittels eines Klebers wird am Buchrücken der Innenseiten ein Kartonumschlag verklebt und darin die Signaturen (die gebündelten, gefalzten Innenseiten) der Publikation eingefügt. Der Buchrücken erhält im Laufe dieses Verfahrens eine unregelmäßigere Struktur, was für eine sehr gute Haptik beim Lesen des Buches und für die Langlebigkeit sorgt.
Das Softcover eignet sich für Bücher ab 32 Seiten und ist für Taschenbücher, Studienarbeiten wie Doktorarbeiten, umfangreiche Broschüren, dickere Zeitschriften oder Kataloge sehr gut geeignet. Vorteil ist die relative Langlebigkeit, schnellere Produktion sowie die niedrigeren Preise im Vergleich zu Hardcovern.
Ein besonders Plus bei dieser Art der Bindung bildet natürlich die enorme Gestaltungsmöglichkeit des Covers.
Hardcover mit Fadenheftung
Eine Hardcover-Bindung mit Fadenheftung spricht für besonders hohe Qualität und Handwerkskunst. Besonders für Bücher, die lange halten sollen und durch viele Hände wandern, ist diese Art der Bindung die erste Wahl.
Nachdem die Seiten in Signaturen zusammengefasst wurden, werden diese zusätzlich zum Einkleben im mittleren Bereich des Falzes vernäht. Dazu wird ein Faden aus Baumwolle, Hanf, Flachs oder synthetischen Materialien verwendet. So erhält das Buch eine unvergleichliche Hochwertigkeit, garantiert lange Haltbarkeit und Widerstandskraft.
Noch dazu sieht diese Bindung enorm edel aus, das Buch macht viel mehr her als eine Magazinbindung. Ein Hardcover mit Fadenheftung ist wohl eine der professionellsten Methoden, sein eigenen Buch mit einer Bindung zu versehen. Besonders beim Leser wird sich diese Bindung auf das Leseerlebnis positiv auswirken. Das Handwerk der Fadenheftung zeugt dabei von Tradition und Qualität und macht so aus jedem Exemplar ein Unikat.
Sachbücher, Chroniken, Biografien, aber auch Coffeetable-Books kommen mit dieser Bindung in Kombination mit hochwertigem Papier besonders zu Geltung. Aber auch Kinderbücher sind in dieser Bindungsart aufgrund ihrer Langlebigkeit gut aufgehoben. So können eventuell deine Urenkel das Buch noch lesen. Zunehmend werden auch hochwertige Einzelstücke an Comics oder Graphic Novels in dieser Art gebunden.
Nachteil sind hier die vergleichsweise hohen Kosten und längeren Lieferzeiten. Qualität braucht seine Zeit und kostet sein Geld.
Metall-Spiralbindung
Wer seiner künstlerische Ader freien Lauf lassen möchte und sich auf das Design von Wand- und Taschenkalendern spezialisiert hat, braucht natürlich eine praktikable, aber dennoch stabile Bindung.
Trotz der visuellen Spirale wird bei dieser Bindung darauf geachtet, dass das Design nicht leidet. Der wohl größte Vorteil ist: die Publikation kann vollständig umgeschlagen werden und ist im Vergleich zwar kurzlebiger, aber trotz dessen so stabil, dass diese die vorgesehene Dauer ohne größere Schäden übersteht.
Eine schnelle, kostengünstige Bindung, die sich auch für die Bindung des Manuskriptes oder eines ersten Entwurfes sehr gut eignet.
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