Bei einer Habilitation handelt es sich um eine Prüfung von der Hochschule bzw. Universität, die dem Doktoren die Befähigung erteilt, an wissenschaftlichen Fakultäten zu lehren. Nach bestandener Prüfung darf sich der Proband dann „Dr. habil.“ nennen. Weiterhin ist die Habilitation eine Voraussetzung dafür, um sich für den Titel „Professor“ zu bewerben.
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Die Habilitation an sich besteht aus mehreren Prüfungsteilen. Eine davon ist die Abhaltung von Vorlesungen in Universitäten. Dort wird genau geschaut, ob Sie Ihren Wissensstoff wirklich beherrschen und vor allen Dingen anderen Studenten plausibel erklären können. Nicht jeder, der schlau ist, kann auch unterrichten.
Um die Habilitation zu bestehen, müssen Sie auch ein schriftliches Werk einreichen. Das ist die sogenannte Habilitationsschrift. Da es sich hierbei nicht um einen Forschungsauftrag handelt, wie beispielsweise bei der Doktorarbeit, kann die Habilitationsschrift gut und gerne mehrere 100 Seiten betragen. Der Prüfling soll bei der Habilitation glaubhaft darstellen, dass er sein Wissensgebiet wirklich beherrscht.
Das Publizieren der Habilitationsschrift
Nicht selten sitzen Anwärter der Habilitation mehrere Monate bis hin zu Jahren an ihrem schriftlichen Werk. Immerhin haben Sie hier die Gelegenheit, ihr gesamtes Wissen unter Beweis zu stellen. Nach der bestandenen Prüfung ist daher der Wunsch verständlich, die Habilitationsschrift öffentlich zu publizieren. Eine Pflicht hierzu besteht jedoch nicht. Das ist nur bei Doktorarbeiten der Fall.
Vor einer Publikation sollten Sie auf jeden Fall die Urheberrechte prüfen. Wenn Sie die Habilitationsschrift ganz alleine ohne fremde Hilfe erstellt haben, sollte die Rechtslage klar sein. Andernfalls müssen Sie sich mit den Mitautoren einigen. Übrigens, Ihr Werk publizieren dürfen Sie erst publizieren, wenn die Benotung abgeschlossen ist.
Möglichkeiten zur Veröffentlichung gibt es viele. In den meisten Fällen ist es allerdings eine Frage der Finanzierung. Reine Online–Publikationen sind in der Regel günstiger als die Veröffentlichung bei einem Buchverlag. Das liegt daran, dass der Speicherplatz auf Servern nicht so teuer ist als Papier.
Die Veröffentlichung als E-Book
E-Books sind in der heutigen Zeit in aller Munde. Der Markt dafür war in der letzten Zeit nicht untätig und hat mehrere Endgeräte für das elektronische Lesen produziert. So kann man tatsächlich auch am Strand mit einem kleinen Lesegerät „dicke Wälzer“ verschlingen. Auch wenn diese Art des Lesens nicht für alle Nutzer infrage kommt, sind E-Books in der Beliebtheit in den letzten Jahren enorm gestiegen.
Das Publizieren ist denkbar einfach, da die Abschlussarbeit in der Regel schon in elektronischer Form vorliegt. Es müssen zwar einheitliche Formatvorlagen verwendet werden, die von Herstellern elektronischer Lesegeräte vorgegeben werden, aber das ist in der Regel von jedem zu schaffen.
Im Internet finden Sie mehrere Anbieter, die die Vermarktung Ihres E-Books übernehmen. Sie können die formatierte Datei einfach hochladen und die finanzielle Abwicklung mit dem Kunden übernimmt der Anbieter. Sie bekommen natürlich Tantiemen für den Verkauf des E-Books. Der Erlös richtet sich immer nach dem Verkaufspreis des Buches. Einen kleinen Teil behält der Anbieter ein, aber der überwiegende Teil fließt zu Ihnen zurück.
Bei einem E-Book im Selbstverlag können Sie den Verkaufspreis selbst bestimmen. Sie sollten sich dabei allerdings an vergleichbare Exemplare orientieren.
Das Publizieren als gedrucktes Buch
Möchten Sie Ihr Werk nach bestandener Prüfung allerdings in den Händen halten, müssen Sie vorab Geld investieren. Eine Zusammenarbeit mit einem Buchverlag ist dabei unausweichlich. In den seltensten Fällen wird Ihre Habilitationsschrift so übernommen, wie sie existiert.
Ein Buchverlag muss auch wirtschaftlich arbeiten. Sie verlegen nur Bücher, die nach ihren eigenen Verlagsrichtlinien ausgerichtet sind. In den meisten Fällen werden Gutachter beauftragt, die Ihr Manuskript vorab bewertet. Von ihm hängt auch ab, ob der Verlag überhaupt Interesse an Ihrem Werk hat oder nicht. Dass Verlage oftmals eingesandte Manuskripte ablehnen, ist hinreichend bekannt.
Bekundet der Verlag aber ein ernsthaftes Interesse an Ihrem Werk, muss das Manuskript häufig abgeändert werden, damit es in das Verlagsprogramm passt. Diese Arbeiten übernehmen geschulte Fachleute und müssen bezahlt werden.
Der Vorteil bei einer Zusammenarbeit mit einem Verlag ist, dass dieser anschließend ein eigenes Interesse daran hat, das Buch auch erfolgreich zu verkaufen. Dieser Umstand ist nicht zu unterschätzen, da Werbungskosten ins Unermessliche steigen können.
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