Die Voraussetzungen für ein Stipendium sind je nach Stiftung, Organisation oder staatliche Einrichtung sehr verschieden. Bewerben sollte man sich, sofern die Voraussetzungen im Groben passen, jedoch in jedem Fall. Aussagen wie „Mein Numerus Clausus ist zu schlecht“, „Ich habe nicht genug soziales Engagement aufzuweisen“ oder „Ich bin nicht bedürftig genug“ sind definitiv fehl am Platz.
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Nachfolgend haben wir einige Stipendiengeber mit unterschiedlichen Voraussetzungen aufgelistet.
Stipendienprogramme ohne spezifische Voraussetzung
Bei der **Studienstiftung des deutschen Volkes **hat jeder Student, der unter 35 ist die Chance, ein Stipendium zu ergattern. Hier gibt es grundsätzlich 300 Euro für jeden und zusätzlich noch bis zu 597 Euro, abhängig vom Einkommen der Eltern. Doktoranden bekommen deutlich mehr. Zu diesem Stipendium muss man allerdings vorgeschlagen werden. Bis zum zweiten Semester kann man aber noch den Mut aufbringen, und sich selbst nominieren. Vorschläge dazu werden das ganze Jahr über angenommen.
Das Deutschlandstipendium ist an diverse Hochschulen geknüpft. Je nach Universität gelten auch andere Deadlines. Das Bewerbungsverfahren kann online gemacht werden und ist recht schnell erledigt. Deutschlandstipendium wird zur Hälfte vom Staat finanziert, zur Hälfte von der Universität. Manchmal stehen hinter einer Fakultät auch private Förderer. Eine Chance, die man unbedingt wahrnehmen sollte.
Die **Stiftung Deutsche Wirtschaft (Studienförderwerk Klaus Murmann) **vergibt gerne Stipendien an alle unter 32, die zielstrebig sind und Noten im oberen Drittel des Fachbereiches aufweisen. Das muss nicht zwingend hochbegabt heißen. Unabhängig vom BaföG gibt es 300 Euro Büchergeld für alle Studenten. Allerdings wird hier besonders Wert auf ehrenamtliches Engagement gelegt.
Stipendien für einzelne Fachrichtungen
Klimawandel und Diesel-Skandal? Für Umweltschützer, die anspruchsvolle und lösungsorientierte Promotionsvorhaben haben und noch dazu einen überdurchschnittlichen Abschluss vorweisen können, haben mit der dbu den richtigen Stipendiengeber gefunden. Die Dissertation sollte sich an hochaktuellen deutschen Umweltproblemen orientieren, ist aber grundsätzlich für alle Fachrichtungen offen. Das Stipendium geht über 3 Jahre und bringt eine monatliche Förderung von 1.500 Euro. Stichtage sind jeweils zwei Mal im Jahr.
Für diejenigen, die Lehrer werden möchten, gibt es ein Stipendium der Förderung die Stiftung Deutsche Wirtschaft und der Robert-Bosch-Stiftung. Neben Noten im oberen Drittel muss du hier ausführlich begründen können, warum genau du Lehramt studieren möchtest. Zielstrebigkeit in Form von einem raschen Studium wird hier gerne gesehen. Außerdem gehört die jährliche Konferenz „Leadership in der Lehrerbildung“ zum Programm.
Speziell für Studierende der Ingenieurswissenschaften bewerben sich am besten bei der Prof. Dr.-ing. Erich-Müller-Stiftung. Unter diesem Namen werden begabte Studenten der Ingenieurwissenschaften und der ihnen nahestehenden Naturwissenschaften. Die Stipendien werden ausgeschrieben und dienen der Anfertigung einer Masterarbeit im Ausland.
Neben den beschrieben Stipendien gibt es noch unzählige Organisationen, die unterschiedliche Fachrichtungen fördern.
Daneben findet man auch noch Stipendien für bestimmte Regionen und Bundesländer, für Religionen oder Förderungen diverser Parteien, für Bedürftige und Arbeiterkinder sowie für Studenten mit Migrationshintergrund. Und natürlich für Eltern, für Praktikanten, für den zweiten Bildungsweg und auch fürs Ausland. Ein Blick in die Datenbanken und eine ausführliche Recherche zahlt sich also definitiv aus!
Was jedoch bei (fast) allen Stipendiengebern verlangt wird, ist eine ausführliche Bewerbung. Weil die Anforderungen so unterschiedlich sind, müssen sich die Studenten entsprechend gezielt und individuell vorbereiten.
Ganz ähnlich wie bei einer Job-Bewerbung solltest du dir deine fertigen Bewerbungsunterlagen vor dem Abschicken noch einmal gründlich durchlesen. Reflektiere dabei alle Stationen deines Werdeganges. Besonders bei Lücken und Brüchen im Lebenslauf solltest du dich gut vorbereiten und einzelne Stationen fundiert erklären können. Überlege dir dazu am besten mögliche Nachfragen und dazu passende Antworten. Eine beliebte Frage bei Stipendiengebern ist auch, was du nach dem Studium vorhast und warum genau du dieses Fach studieren möchtest.
Damit du dich an Diskussionen und Gesprächen aktiv beteiligen kannst, erwarten Stiftungen ein solides Allgemeinwissen. Je nach Ausrichtung der Stiftung solltest du dich daher selbst auf den neusten Stand bringen.
Was Stipendiengeber gar nicht gerne sehen, sind Selbstdarsteller und Egos, die offensichtlich nur an der Geldüberweisung interessiert sind. Ein Stipendiat stellt jedoch auch immer einen Repräsentanten der Stiftung dar. Das bedeutet, dass dieser auch die Werte und die Ausrichtung wiederspiegeln soll. Organisationen zielen auf Teamplayer ab, Einzelkämpfer werden nicht gerne gesehen.
Sowohl im Studium als auch im beruflichen Werdegang stößt man immer wieder auf Hürden, auf die man nicht vorbereitet war. Oft fehlt einem dann der richtige Ansprechpartner. Eine Beratung durch den Verbund Studium und Karriere ist objektiv und professionell. Unser Anliegen ist es, Ihnen bestmögliche Unterstützung bei aufkommenden Problemen zu bieten.
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