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VVerbund Studium & Karriere

Finanzierung Publikation

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Wenn Sie eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben haben, möchten Sie sie vielleicht später publizieren. Sollten Sie eine Doktorarbeit geschrieben haben, sind Sie sogar dazu verpflichtet. Aber auch eine Masterarbeit ist es mitunter wert, veröffentlicht zu werden. Vor allem dann, wenn sie gut benotet wurde.

Natürlich hilft Ihnen eine Publikation auch bei einer späteren Bewerbung für eine neue Arbeitsstelle. So kann sich der potenzielle Arbeitgeber vorab über Sie informieren und sieht genau, welchen Kenntnisstand Sie besitzen und wie Sie recherchieren können.

Aber eine solche Publikation kostet mitunter viel Geld. Vor allem, wenn Sie Ihre Arbeit direkt nach dem Studium veröffentlichen möchten, werden Sie unter Umständen nicht über die finanziellen Mittel verfügen. Für solche Fälle gibt es unter Umständen Fördermöglichkeiten.

Gibt es einen rechtlichen Anspruch auf Finanzierung?

Grundsätzlich gibt es keinen Anspruch. Arbeiten, die aus Fördermitteln finanziert werden, werden in der Regel mehreren Gutachtern vorgestellt, die dann entscheiden, ob die Master oder Doktorarbeit förderungswürdig ist. Wer eine sehr gute Note für die Arbeit bekommen hat, hat natürlich die besseren Chancen.

Finanzspritze von der Universität für eine Publikation

Viele Universitäten besitzen eigene Fonds, mit denen Arbeiten publiziert und finanziert werden können. Allerdings werden die Unis überwiegend eine Publikation Ihrer Arbeit in sogenannten „Open-Access-Datenbanken“ fördern. Bei den Open-Access-Publikationen handelt es sich um Veröffentlichungen im Internet, die den Lesern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. In sogenannten Online-Zeitschriften werden besonders förderungswürdige Arbeiten publiziert.

Für die Aufnahme in einer Open-Access-Zeitschrift müssen Sie einen Antrag stellen. In den meisten Fällen muss der Autor zwar die Publikationskosten vorab bezahlen, kann aber nach erfolgreicher Veröffentlichung die Erstattung beantragen.

Publizieren in Fachzeitschriften von Fachgesellschaften

Je nach Studienrichtung gibt es viele Fachgesellschaften, die auch eigene Fachzeitschriften herausgeben. Die meisten Gesellschaften erheben Mitgliedsgebühren, von denen sie ein Teil für die Veröffentlichung von sehr guten Abschlussarbeiten bereitstellen.

Auch hier müssen Sie sich mit Ihrem Manuskript bewerben und interne Gutachter werden anschließend entscheiden, ob sie eine Publikation Ihrer Arbeit finanzieren.

Finanzierung der Publikation durch Verlage

Es gibt mittlerweile viele Buchverlage, die damit werben, Ihre wissenschaftlichen Arbeiten kostenlos zu veröffentlichen. Hier sollten Sie sich die Voraussetzungen allerdings sehr gut durchlesen. Manchmal verstecken sich im Kleingedruckten eben doch einige Kosten, die später bezahlt werden müssen.

Verlage, die kostenlose Veröffentlichungen anbieten, erhoffen sich natürlich, die Kosten für den Druck durch den Verkauf des Buches wieder hereinzubekommen. In den meisten Fällen erhalten Sie als Autor des Buches nur sehr niedrige Tantiemen. Den Großteil des Erlöses behalten die Verlage für sich ein.

Durch dieses Geschäftsmodell wird klar, dass die Buchverlage nicht jede Abschlussarbeit kostenlos veröffentlichen. Wenn das Thema der Abschlussarbeit nicht interessant genug erscheint, um überhaupt Verkäufe zu erzielen, wird eine Publikation einfach abgelehnt. Natürlich steht es Ihnen frei, mit eigenen finanziellen Mitteln die Publikation dennoch dort in Auftrag zu geben.

Finanzierung mit der Verwertungsgesellschaft Wort

Die Verwertungsgesellschaft Wort – kurz VG Wort genannt – ist vergleichbar mit der GEMA für Musik. Bei der VG Wort werden Autoren, die das Urheberrecht über Ihr Werk besitzen, für Publikationen bezahlt. Finanziert wird die Verwertungsgesellschaft durch Abgaben von Firmen, die beispielsweise Kopiergeräte aufgestellt haben oder Drucker/Scanner verkaufen.

Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abschließen und Ihre Abschlussarbeit somit anmelden. Um finanzielle Mittel aus dem Topf zu erhalten, müssen Sie nachweisen, wie oft Ihr Text aufgerufen bzw. gelesen wurde. Der Zeitraum der Erfassung gilt immer vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Die Ausschüttung erfolgt allerdings erst im darauffolgenden Jahr.

Die Höhe der Auszahlung hängt von der Zahl der Autoren ab, die sich bei der VG Wort gemeldet haben und schwankt von Jahr zu Jahr. Dieses Modell der Finanzierung der eigenen Publikation eignet sich daher nur, wenn Sie die eigentliche Veröffentlichung Ihrer Abschlussarbeit zuerst selbst bewältigen können.

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